Überall in den Städten stehen tiefgrün belaubte Bäume voll duftender Bitterorangen. Aus denen könne man Bitterorangenmarmelade machen, die allerdings nur Briten essen, sagt unser Guide. Ich überlege, ein paar der Orangen mit nach Deutschland zu nehmen, denn bittere Orangenmarmelade mag ich auch.
Wir fahren von Ronda nach Jerez, Olivenbäume vor Bergen, die in Nebel gehüllt sind, auf der Strecke gibt es Brötchen mit Käse und Schinken im Landgasthof, wir besichtigen eine Bodega, in der Sherry aus den Trauben der alten weißen Rebsorte Palomino Fino hergestellt wird.
Angriff der Killermücken im kühlen Gewölbe, wo die schwarzen Eichenfässer lagern, damit hat hier niemand gerechnet. Die Sherryverkostung lasse ich ausfallen (zuviele Mücken, und Sherry mag ich eh nicht), ich bleibe im Hof in der Sonne und spiele etwas Pokemon.
Nachmittags fahren wir in Sevilla ein. Wir mussten uns beeilen, da der Park um 17.00h wegen der lateinamerikanischen Grammyveranstaltung gesperrt wird. Quietschende Teenies jubeln bereits ihren Idolen zu, während wir durch den berühmten Maria Luisa Park mit der Plaza de Espana schlendern. Über uns grüne Papageien, die wir hören aber nicht sehen, Brunnen mit Froschskulpturen und Wasser speienden weissen Löwen. Palmen und riesige Eukalyptusbäume säumen den Weg.
Unser Reiseführer kauft uns Fächer, wir freuen uns, und bei knapp 30 Grad kann man die Fächer gut gebrauchen.
Abends schaue ich mit A. den Sonnenuntergang von der Rooftopbar.

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