Andalusien – Tag 6

Tag 6

„Bahnhofshalle“, sagt C. „Kantine“, findet A. Der grosse Frühstückssaal, in dem wir in der hintersten Ecke mit 16 Leuten platziert wurden, ist in der Tat nicht der Ort, an dem man zu dinieren wünscht. Deckenlampen tauchen den nackten Raum in grelles Licht, und zum Glück wissen wir noch nicht, dass das Essen genauso schrecklich wie das Ambiente ist.
Die triste Location bekommt dann noch einen Touch von Skurrilität, als vier verkleidete Musiker in den Raum hüpfen und zu El viva Espana ansetzen. A. weist mich darauf hin, dass ich Olivenöl im Gesicht habe, das auch nach mehrmaligem Tupfen nicht abgeht, El viva Espana schmettert die Truppe, und ich muss Tränen lachen.
Überhaupt lachen wir viel am Tisch, es ist eine nette Reisegruppe.

Der Weg von Cordoba nach Granada führte uns durch nicht enden wollende Olivenplantagen, ich kaufe ungefiltertes Olivenöl direkt vom Farmer und halte mein Gesicht in die warme Novembersonne. Das Leben ist schön.

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