Nach zwei verregneten Tagen strahlt die Sonne am tiefblauen Himmel. Im Yachthafen wird an den Booten gearbeitet; es riecht nach Kleber, Segelmasten klappern, ich schlendere am Pier entlang, an dem die ersten Cafés ihre Stühle aufstellen.
Mein Ziel ist der Besuch der anderen Seite Manacors, wo der Nauticclub sitzt und eine kleine Hafenmole zum Verweilen einlädt.
Der Hafen mündet in einem verwinkelten Kanal, und selbst als Orientierungslegastheniker erkenne ich, dass ich die kleine Brücke bereits gestern stadtauswärts überquert habe, als ich zu den Drachenhöhlen gewandert bin. Zur anderen Seite führt mich der Weg jedoch nicht; er endet an einer Treppe, die in dichtes Gebüsch führt. Vielleicht habe ich deshalb auch noch niemanden auf der Mole gesehen. Ich kehre um und trödele an den Fischerbooten entlang zurück ins Dorf.
Ein bisschen komme ich mir wie in Ernest Hemingways Roman vor, in dem die Protagonisten in kleinen französischen und spanischen Fischerdörfen durch den sonnigen Tag trödeln.

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