Mallorca – Tag 5

Nach dem Frühstück kaufe ich eine dunkelblaue Leinenbluse auf dem Markt, wie sie auch Catherine und David in Hemingways Roman tragen und mache mich auf den Weg. Ein sonniger Tag liegt vor mir.

Meinen Koffer habe ich an der Rezeption des Hotels, das übrigens das älteste auf Mallorca ist, deponiert. Ich schlendere zum Hafen hinunter, klettere (wieder) über mir nicht verständliche Absperrungen, vorbei an den Fischerbooten und den vielen Ständen, die man hier aufgebaut hat. Ich scheine in ein maritimes Volksfest geraten zu sein; kleine Meerjungfrauen singen und schwenken bunte Tücher, eine Ecke weiter werden Holzfische aus einem Dekoteich geangelt. Ich lasse mich von der guten Laune anstecken, denn etwas wehmütig war ich heute morgen schon, als ich ein letztes Mal auf meinem Balkon mit Aussicht stand.

Ein letztes Mal zum Strand, ein letzter Frozen Joghurt vor der Eisdiele mit den roten Stühlen, ein letztes Lunch auf der Terrasse und ein paar Minuten an den Pool, bis der Taxifahrer mich abholen kommt.

„Taxi Grande“ konstatiert er, denn es ist ein grosser Reisebus, der auf dem Parkplatz wartet und in dem ich der einzige Fahrgast bin.
Ein letztes Mal an den Olivenbäumen längs und an den kleinen Windmühlen, und feststellen, dass diese kurze Reise sehr schön war.

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