Im Freibad.

Ein gelbes Blatt segelt an mir vorbei und landet auf der Armlehne des weissen Gartenstuhls, auf dem ich am Beckenrand des öffentlichen Bades sitze. Die Sonne scheint, es ist ein wunderbarer spätsommerlicher Tag , nicht zu heiss und nicht zu voll, und meine 1000 Meter bin ich durchs fast leere Becken getrödelt.

Statt der mitgebrachten Dinkelstulle habe ich mich umentschieden und mir Freibadpommes geholt. Krebserregend (Acrylamid!), sagen die einen, glücksbringend, sagen die anderen, und irgendwo stand neulich sogar, dass Freibadpommes gesund seien, da sie das Salz wieder zuführen, das man durch das Geschwitze und Geplansche an einem Sommertag verliert. Ich denke eher „miste“ und versuche, den Ketchupfleck aus dem grauen Shirt zu reiben. Gelingt so semi. Hauptsache nicht auf die weisse Shorts, doch kaum gedacht, ist dort der nächste Ketchup zielsicher gelandet. Pommes essen will gelernt sein.

Ich schaue und höre dem Treiben im Wasser zu, ganz medidativ wiederholen sich die Bewegungen der versierten Krauler, unter denen ich einen Schwimmfreund ausmache. Der Schwimmfreund klettert an Land, ich wechsele meinen Platz zum Plaudern: unsere Gesichter sind gen Sonne gerichtet, der spätsommerliche Tag im Freibad wird wertgeschätzt, die Ketchupflecken sind vergessen.

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