Usbekistan Tag 6/7

Die Kälte kriecht in meine Knochen, während wir in Buchara vor der Kalab-Moschee und ihrem Minarett stehen, das schon Dschingis Khan getrotzt hat. Von diesem Minarett wurden früher Menschen geworfen, heute stehen wir unter dem bleigrauem Himmel und schauen empor.

Ich beschliesse, die Gruppe und die anstehende Burgbesichtigung zu verlassen, schlendere zurück ins Hotel und nehme eine heisse Dusche. Dann mache ich mich auf den Weg über den Basar durch die Seitenstrassen, um das andere Buchara, das einfache Buchara ohne Prunk und Verzierungen, zu entdecken.

In der Nacht bekomme ich Magen-Darmprobleme, obwohl ich sehr genau darauf achte, was ich esse und immer mein Desinfektionsmittel im Einsatz habe. Der Tag fällt flach: keine Gräberstrasse, kein Hamman und kein Abendessen. Ich bin nicht die einzige, die ausfällt und die Zeit im wunderschön angelegten Innenhof des Hotels verbringt. Den Vormittag verplaudere ich mit U., und auch A. schaut mal vorbei.

Den Nachmittag verbringe ich mit Buch, österreichischen und usbekischen Kohletabletten und Elektrolyten. 

Morgen liegen 430km vor uns, durch die Wüste bis nach Chiwa. Da muss ich wieder fit sein.

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