Ich sitze auf der Mauer vor dem Hotel. Die Sonne scheint mir ins Gesicht, ich schaue auf ein Bassin, das mit Wasser gefüllt ist. Neben mir hat sich ein Hund niedergelassen und seinen schwarzen Kopf auf meinen Rucksack gelegt.
Das Hotel hat mir von der Apotheke zwei Packungen russische Tabletten geholt, dieselben, die gestern schon U. und A. grosszügig mit mir geteilt haben, bevor es auf die neunstündige Tour nach Chiwa ging und vor der mir gegraut hat. Ich dämmere während der Fahrt – blass, sagen die Mitreisenden – vor mich hin, während die Wüste Kyzylkum, Baumwollfelder und Siedlungen am Fenster vorbeiziehen. Ich bin überglücklich, als wir Chiwa, das nah der Grenze zu Turkmenistan liegt, am frühen Abend erreichen.
Das Hotel befindet sich am Westtor der Stadtmauer, die Stadt selbst hat den Charakter eines Freilichtmuseums und besticht durch seine vielen Kuppeln und Türmchen. Ich finde sogar wieder zum Hotel zurück.
Morgen früh geht es erst nach Urgentsch, von wo wir den Flieger nach Taschkent nehmen.













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