Im Krankenhaus.
Es ist kurz nach 8 Uhr. Die Dame am Empfang schaut hoch und fragt, wieso ich eine Ăberweisung zum Ultraschall hĂ€tte. Zur Nachsorge, antworte ich. Von der GynĂ€kologin aus dem fĂŒnften Stock. Welche Seite? Beide. Sie hĂ€lt RĂŒcksprache mit der Radiologin, ich bekomme das mit, als ich im Wartezimmer Platz genommen habe. Ob ich auch mit einer Mammographie einverstanden sei, fragt sie dann. Denn die sollte ein halbes Jahr nach der Operation gemacht werden. Ich bin einverstanden.
Dann machen wir beides, Mammographie und Ultraschall.
Die Knoten enthielten FlĂŒssigkeit, die können sich noch verĂ€ndern und auch verschwinden, erklĂ€rt die Radiologin. Und bei „meinem“ Krebs wĂ€re es unwahrscheinlich, wenn er jetzt wieder aufgetaucht wĂ€re. Entwarnung.
Ich weiĂ nicht, wann ich das letzte Mal so erleichtert war.
Das mitgenommene Taxigeld, eingesteckt fĂŒr das worst case scenario, investiere ich in einen BlumenstrauĂ. Den schenke ich mir.
Der Nebel, der noch den Fernsehturm umhĂŒllt, löst sich langsam auf. Die Sonne kommt durch.
#Krebs

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