Im radiologischen Zentrum.
Dann müssen Sie aber zwei bis drei Stunden warten, sagt die Rezeptionistin. Ich mag es nicht, einfach MRT-Bilder in die Hand gedrückt zu bekommen, um sie dann eine Woche später mit meinem Orthopäden zu besprechen. Ich bestehe darauf, im Anschluss an das MRT mit einem Radiologen Rücksprache zu halten. Auch wenn ich warten muss.
Das Prozedere zum MRT ist unspektakulär, wenn man bereits fünf Wochen tägliche Strahlentherapie mit Luftanhalten hinter sich hat. Ich werde gebeten, im Flur Platz zu nehmen, eine Ärztin kommt auf mich zu und fragt nach meinem Namen. Sie lächelt und verspricht, sich die Bilder sofort anzuschauen. Beim Warten höre ich das Klicken auf dem PC, während sie sich durch die Aufnahmen arbeitet.
Sie kommt zurück, lächelt immer noch und gibt Entwarnung. Keine Metastasen. Und auch sonst nichts Schlimmes am Knie auszumachen. Sie ermuntert mich, weiterhin unverzüglich den Arzt aufzusuchen und nicht abzuwarten, wenn etwas anders scheint als sonst. Nächste Woche werde ich dann zum Orthopäden gehen, um zu klären, was man jetzt gegen die (leichten) Schmerzen machen kann.
Ich frühstücke beim Bäcker, dann fahre ich nach Hause und buche mir ein Ticket für meine US-Lieblingsband Too Many Zooz, die gestern Abend verkündet hat, im November spontan für einige Auftritte nach UK zu kommen. Und ich komme nach Edinburgh!
Grundsätzlicher Beschluss für 2017:
Um das Jahr „break even“ beziehungsweise in Balance abzuschliessen, werde ich jedem Moment der Angst und des Schmerzes schöne Momente entgegensetzen.
#Krebs

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