Unterwegs.
Ich gehe die Treppe des Rotklinkerhauses hoch und biege in den Gang mit den gelbgestrichenen Wänden ab. Rechts ist das Badezimmer, daneben der Aufenthaltsraum mit der Bücherwand, auf der anderen Seite liegen das Schwestern- und die Patientenzimmer. Hier habe ich vor knapp einem Jahr gelegen, sage ich zu C. und zeige auf eine Tür, hinter der jetzt drei andere Frauen liegen. Flashback. Wir gehen weiter durch eine Glastür und stehen kurze Zeit später im Konferenzraum des Krankenhauses.
C. aus meiner Meditationsrunde und ich besuchen heute einen Vortrag über Ernährung bei Brustkrebs. Dr. K., der bei mir die Stanzbiopsien vorgenommen hat und seine TCM-Kollegin erläutern in zwei Stunden, was gut ist und was nicht. Einer Meinung sind sie nicht immer, und auch meine Infos der Humangenetiker und der Reha-Ernährungsvorträge weichen in einigen Punkten ab. Trotzdem ist es sehr lehrreich, C. und ich nicken uns öfters bestätigend zu, denn wir stellen fest, dass wir gut aufgestellt sind. Auch die Wichtigkeit des regelmässigen Sports wird wieder mal erwähnt. Ich merke mir nicht die ganzen Begründungen, wieso was gesund ist oder auch nicht, und zum Teil hängt das auch davon ab, ob man es mit einem triple negativ Karzinom oder einem hormonrezeptorpositiven Tumor zu tun hat.
Ich notiere für mich als gut:
Birkenzucker/Xylit, Pure Encapsulation (Vitamin D), Sesam, Weizengras, Hummus, Tahini, Zwiebelschmalz, Weintrauben mit Kernen, Blaubeeren, Auberginen, Granatapfel mit Kernen, Maitake, Shitake-Pilze, Rosenkohl, Nüsse, Haferflocken, Chinoa, Amaranth, Kurkuma, Brokkoli, Brennesselextrakt, Mango, Ananas, Papaya, grüner Tee (aber nicht zur Tamoxifen-Einnahme).
Nicht gut:
Zucker generell, Sojajoghurt, Soja, Käse, Kuhmilch, Ginseng, Fisch, Schalentiere (es sei denn man mag Plastik und Schwermetalle), Leitungswasser, Wasser aus Plastikflaschen, Glukose-Fruktose-Sirup (auch im Brandt-Zwieback enthalten), Wurst, Fleisch.
Da wir so etwas wie ein Fachpublikum sind, brauchen Süssigkeiten, Chips, Frühstücksspeck oder Fertigprodukte nicht erwähnt werden.
Ok sei ein Glas Wein, Dr. K. fängt an von Spaghetti mit Parmesan zu schwärmen, mittlerweile ist es 19.15h, und ich bekomme Hunger. Zuhause mache ich mir Vollkornnudeln mit Tomaten und Basilikum, Parmesan hätte ich gern, habe ich aber nicht. Ich packe die Sporttasche. Morgen nach der Arbeit steht wieder der Fitnessraum auf dem Programm.
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