Unterwegs.
10 Dollar. Für eine Gurke und eine Tomate, sagt C. Ich lache. Sind die aus dem goldenen Garten der Shwedagon?, scherze ich.
Mein Kollege, der etwas länger in Myanmar bleibt, hat 10 Kilo Black Eyed Peas aus Zypern mitgebracht, die er mir heute Abend mit Tomate, Gurke und Zitrone anbietet. Das ist mal etwas anderes; zypriotische Spezialitäten habe ich noch nie in Myanmar gegessen. Die Bohnen hätte man hier auch besorgen können, sagt der Koch und schüttelt etwas ungläubig den Kopf. Ich werfe ein, dass ich einige Packungen an Walnüssen und Rosinen aus Deutschland mitgebracht habe – und Zartbitterschokolade. Nüsse seien ok, die seien hier teuer, so der Experte.
Ein wenig erinnert mich das Szenario an die Chinesen bei der Antarktis-Expedition, die in der Lounge ihre Reiskocher aufgebauten und auch ansonsten einiges an Lebensmitteln aus der Heimat mit auf die Reise genommen hatten.
Unser Vorgesetzter, den ich fast jeden Abend zum Dinner treffe, hat nichts dergleichen importiert, er hält sich an das, was auf der Karte steht: wir bestellen wieder unser Lieblingsgetränk, frischen Wassermelonensaft.
Der hat schon am Sonntag für einen Lacher gesorgt; kaum lässt er sein Glas am Pool aus den Augen, greift eine Krähe an und verschwindet mit der Melonendeko.
Discount, raune ich C. zu. Wir bekommen hier Discount. Vielleicht auch auf eine Gurke und eine Tomate.
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