Zuhause.
Schnapsidee. Was für eine Schnapsidee, murmele ich mantramässig vor mich hin. Es sind über 30 Grad, und der Schweiß rinnt mir den Rücken herunter, während ich die dicken Handschuhe zur Mütze, dem Schal, der Skiunterwäsche, dem Winterpulli, der Regenhose und einem Kopfkissenbezug in den Koffer werfe.
Der Koffer ist schon gut gefüllt, allerdings nicht mit Kleidungsstücken, die auch noch irgendwie mit müssen. Diverse Varianten von Desinfektionsmitteln, Wasserreinigungstabs, Toilettenpapier, Landkarte, Blasenpflaster, Nüssen, Teebeuteln, Kohle-Compretten und Kopfschmerztabletten nehmen bereits eine Seite des Koffers ein. Und eine Trinkflasche in Bundeswehrgrün habe ich mir auch noch in letzter Minute zugelegt.
Andere fahren an die Cote D’Azur oder nach Ibiza und packen schöne Kleider und luftige Shirts ein, um abends an der Bar einen Cocktail zu trinken. Was ich gerade treibe, kann ich in diesem Moment selbst nicht so genau nachvollziehen.
Schnapsidee, murmele ich wieder. Wobei sich bei mir die fragwürdigen Ideen auch ohne Schnaps einstellen.

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