Prolog.
Ich blicke auf und schaue ĂŒber den Rand der Sonnenbrille aufs Meer. Die Wellen rauschen, Möwen schweben am azurblauen Himmel, quietschende Kinder buddeln am Strand und bauen Sandburgen, zwei MĂ€dchen spielen Beachvolleyball, plopp plopp plopp macht der Ball, der von links nach rechts und wieder zurĂŒck durch die Luft fliegt.
Ich lege das Buch zur Seite und greife zum Glas mit dem Aperol Spritz, in dem die EiswĂŒrfel klirren.
Cut.
NatĂŒrlich greife ich zu keinem Glas Aperol Spritz.
Ich packe den Koffer gerade das dritte Mal wieder aus, um die optimale Auslastung mit Klopapier, Haferflocken, GemĂŒsebrĂŒhe, diversen Nusspackungen, Zartbitterschokolade, Elektrolyten, Kohlekompretten, Hefetabletten, MĂŒtze, Handschuhen, Verbandszeug, Jodlösung, SkiunterwĂ€sche und KĂŒchenrolle*) herauszufinden. Etwas Platz fĂŒr eine Handvoll T-Shirts, Socken, UnterwĂ€sche und der rudimentĂ€ren Outdoorklamotten-Grundausstattung muss auch noch gefunden werden.
Warum denn nicht mal wieder nach Nizza an die Cote D’Azur und den Tag an der Promenade des Anglais am Lido Plage vertrödeln?
Weil dort – und da Ă€hnelt es den EiswĂŒsten der Arktis und der Antarktis – glitzernde Blautöne dominieren. Und ich mich diesmal auf den Weg mache, um in der gröĂten SandwĂŒste der Erde eine Vielfalt an Rot- und Gelbtönen zu entdecken. Und tiefgrĂŒne Oasen mit Palmen. Das klingt schön, denke ich, das klingt nach Abenteuer. Abenteuer WĂŒste. Abenteuer Sahara. Start des Abenteuers: morgen frĂŒh.
*) in Wirklichkeit ist es noch viel mehr.


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