18.09.2017

Zwischenspiel. Wieso, weshalb, warum?

Theorie 1. Die Statistik oder der alte Mann
Alter Mann mit weißem Bart sitzt ĂŒber den Wolken und zĂ€hlt: 1,2,3,4,5,6,7, Brustkrebs.
Er zeigt auf mich. HĂ€? Das kann ja wohl nicht sein, interveniere ich: ich bin Nichtraucher, schlank, mache Sport, ernĂ€hre mich gesund (denkste!)….
Der alte Mann rollt mit den Augen und seufzt. Widerspruch wird nicht geduldet und bestraft: Brustkrebs, beidseitig!

Theorie 2. Die Selbstverschuldung
Der Stresslevel war hoch, eigentlich ĂŒberschritten. Mehr als ein Mal kommt mir der Gedanke und Wunsch, dass eine kleine Krankheit eine dringend benötigte Pause mit sich bringen wĂŒrde. Vielleicht ein „kleines“ Burnout. Oder so. Eigentlich weiß ich, dass meine Psyche stabil ist. Und nicht sehr anfĂ€llig fĂŒr Krankheiten. Der Körper reagiert. Brustkrebs. Aber beidseitig. Damit ich wirklich pausiere.

Theorie 3. Der biologische Ansatz
Irgendwo im Körper teilt sich eine Zelle und mutiert. Das kann vorkommen. Öfters als gedacht. Krebs. Aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Zellen zeitgleich und unabhĂ€ngig voneinander in verschiedenen Körperteilen mutieren und sich zu Krebs entwickeln? Ich sollte Lotto spielen.

Fazit:
Es ist reine Energieverschwendung, sich Gedanken darĂŒber zu machen, warum es einen getroffen hat. Fakt ist: es hat einen getroffen.
Corrective and preventive action: Lern‘ draus und optimiere Dein Leben. Um einem „Zweitschlag“ vorzubeugen.

#Krebs

Antworten

  1. Avatar von Nilzeitung

    Stress Stress Stress Tear everything with you!

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    1. Avatar von Der Feind in mir

      I have learnt and reduced stress 🙂

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    2. Avatar von Nilzeitung

      auch auf der arbeit

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    3. Avatar von Der Feind in mir

      yes. I reduced my working time – and started to do one thing per time – not 10 things at the same time 😊

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    4. Avatar von Nilzeitung

      das beste aufbau fĂŒr diene Gesundheit !!!! vielen lachen immer wieder !!!!!

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    5. Avatar von Der Feind in mir

      many thanks 🙂

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    6. Avatar von Nilzeitung

      My pleasure

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  2. Avatar von Schon wieder Krebs?

    1. ist nett, 2. ist möglich und 3. zutreffend. Also meiner Ansicht und Recherche – auch durch GesprĂ€che mit Ärzten und Genetikern begrĂŒndet – nach. Jeder Mensch hat Krebszellen, weil bei der stĂ€ndig laufenden Zellteilung hin und wieder halt eben Fehler passieren. Der Mensch ist fehlerbehaftet. Er lebt mit dem Fehler. Er lernt durch Fehler. Fehler sind sein Leben.

    Was die Krebszellen anbelangt, so sorgt unser Immunsystem normalerweise dafĂŒr, dass diese nicht normalen menschlichen Körperzellen aufgespĂŒrt, erkannt und vernichtet werden. Durch ihre VerĂ€nderung entziehen sie sich nĂ€mlich dem ĂŒblichen Körperkreislauf und haben keine FĂ€higkeit zum natĂŒrlichen Zelltod mehr. Also muss das Immunsystem sie töten.

    Wenn dem Immunsystem das nicht gelingt, dann können sich, erst noch im Körper frei herumschwebende, Krebszellen zusammenrotten und Tumore bilden. Sind die Krebszellen einmal zu einem GewĂ€chs zusammengeschlossen haben sie erst die richtige Macht ĂŒber den Körper erlangt, denn dann können sie noch besser tarnen und tĂ€uschen. Unvermittelt wuchern und normales Körpergewebe verdrĂ€ngen. Das ist dann durch Schmerzen merkbar.

    In den Siebzigern des vergangenen Jahrhunderts glaubte man, dass es eine Krebspersönlichkeit gibt. Demnach hÀtten Menschen, die psychisch vorbelastet sind, egal in welcher IntensitÀt, ob es sich nur um eine psychische Störung oder um eine ausgewachsene psychische Krankheit handelt, eine vermehrte Neigung zu Krebs. Sie hÀtten durch eine AbwÀrtsspirale den Krebsausbruch selbst verschuldet. Sie hÀtten sich den Krebs her-gedacht. Das war ein Trugschluss, basiert aufgrund falscher Studien. Sonst hÀtten nÀmlich alle Depressiven Krebs. Dem ist aber nicht so.

    Mittlerweile wissen wir, dass die eigene Genetik einen hohen Stellenwert in der Disposition hat und der Rest ĂŒber den Stress lĂ€uft. Soweit der aktuelle Stand der Forschung. Hast du, respektive dein Körper, Stress, dann kommt es vermehrt zu Fehlern in der Zellteilung. Gleichzeitig ist das Immunsystem heruntergefahren. Das ist ein natĂŒrlicher Prozess. Der Körper ist nĂ€mlich so gebaut, dass er in einer Stresssituation (Angriff eines Beutetiers, Flucht vor einer gefĂ€hrlichen Situation, u.s.w.) das Immunsystem kurz einmal ausschaltet, weil es gerade eine lebensbedrohende Situation gibt, wo das Immunsystem eh nicht helfen kann. Wenn die Situation wieder vorbei ist, wird das Immunsystem wieder aktiviert. Da unser heutiger Stress ĂŒblicherweise a) erst einmal nicht lebensbedrohend ist und b) lĂ€nger als natĂŒrliche akut lebensbedrohende Situationen anhĂ€lt, leben viele Menschen mit einem reduzierten Immunsystem.

    Ehrlich gesagt wĂŒrde ich mich davor hĂŒten, von Schuld zu sprechen. Es ist einfach so. Dumm gelaufen. Es gehören immer sehr viele Faktoren dazu, dass das Gleichgewicht des Körpers in Schieflage kommt. Er ist nĂ€mlich eigentlich schon extrem robust gebaut, ein Wunderwerk der Natur. Da gibt es kein Selbstverschulden.

    Du tust aktuell alles, um Krebs zu vermeiden. Das ist sehr gut. Du sprichst sogar darĂŒber und schĂŒtzt so vielleicht jene, die von dir und deinem Schicksal wissen. Dass sie ohne die eigene Krebserfahrung fĂŒr ihr Leben lernen. Mehr kannst du nicht tun.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Krebs, metaphorisch gesehen, kein Feind ist. Er ist dein Freund, er lehrt dich einen neuen Blick aufs Leben.

    Alles Liebe aus Wien und
    ruhig Blut fĂŒr deine Untersuchung!

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    1. Avatar von Der Feind in mir

      vielen lieben Dank fĂŒr Deine ErlĂ€uterungen – siehste – dadurch, dass ich nicht recherchiere, bin ich nicht so gut informiert – was nicht unbedingt negativ sein muss. Dadurch habe ich mir – gerade in den AnfĂ€ngen des Dramas – einiges an Ängsten erspart. 🙂
      Es ist so wie es ist – und mir ist bewusst, dass es mich noch weitaus Ă€rger hĂ€tte treffen können. Und ja, aus dem Drama habe ich gelernt, und das ist der positive Aspekt: ich lebe viel bewusster, nehme nichts als selbstverstĂ€ndlich hin und freue mich ĂŒber viele kleine Dinge. Ich bin dankbar. Ich bin gelassener, offener fĂŒr Spontanes und trödele nicht mehr rum, was das Umsetzen meiner Bucket-List angeht.
      Das einzige, womit ich nicht konform gehe, ist die Definition: fĂŒr mich ist Krebs kein Freund. Ein Freund versucht nicht, mich heimtĂŒckisch zu erobern und umzubringen. Er ist mein Feind. Durch ihn bin ich sehr achtsam geworden. Aber das darf jeder anders sehen – so wie es einem am besten bei die Auseinandersetzung mit der Thematik tut. WĂŒnsche Dir einen sonnigen Tag 🙂

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  3. Avatar von Der Feind in mir

    der. der Auseinandersetzung 😉

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  4. Avatar von Schon wieder Krebs?

    Genau deswegen hab ich es gemacht, dass ich die Ängste nicht habe. Denn durch das Recherchieren weiß ich halbwegs (also fĂŒr einen medizinischen Laien), was Sache ist. So als hĂ€tte ich dem Schrecken die grausliche Maske abgenommen. Das nahm mir auch die Angst.

    In Wien regnet es leider seit einem Tag mehr oder weniger durchgehend, aber ich hatte dennoch einen schönen Tag – dir noch einen angenehmen Abend und alles Gute fĂŒr die Magnetresonanz morgen!

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    1. Avatar von Der Feind in mir

      ich hatte beim ersten googeln Horrorbilder und die Stichworte Schmerz, Sterben, Leiden auf dem Bildschirm. Danach habe ich es gelassen und meinem Arzt vertraut. HĂ€tte ich damals gewusst, wozu Lymphknoten da sind und warum mir welche entfernt wurden, wĂ€re ich vor Angst gestorben. Meine NaivitĂ€t (oder Dummheit) hat mich geschĂŒtzt 😉 Gute Nacht (komme grad von ner Lesung zurĂŒck)

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  5. Avatar von Schon wieder Krebs?

    Dieses GefĂŒhl habe ich auch hin und wieder, dass mich meine NaivitĂ€t vor Bösem bewahrt. FĂŒhlst du dich oft naiv?

    Gute Nacht und schlaf gut!

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    1. Avatar von Der Feind in mir

      Guten Morgen, ich denke, ich bin naiv – in einigen Dingen – das hat auch sein Gutes 🙂

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